Institut für Rechtsmedizin

Forschung

Forensisch-Psychiatrischer Dienst

Die Forschungsabteilung des Forensisch Psychiatrischen Dienstes untersucht verschiedene Fragestellungen aus dem Schnittbereich zwischen Recht und Medizin, insbesondere in den Bereichen Straf- und Sozialrecht. Erklärtes Ziel ist es dabei, die medizinischen Forschungsresultate Rechtsanwendern in dafür geeigneten Gefässen zugänglich zu machen.
Von unseren Forschenden werden sowohl qualitative als auch quantitative Methoden eingesetzt. Aktuell untersuchen wir z.B. die Prävalenz forensisch relevanter Störungen insbesondere mit einem Fokus auf Dualdiagnosen, die Wirksamkeit und Zugänglichkeit von Substitutionsprogrammen bei Inhaftierten mit Abhängigkeitserkrankungen und gehen der Frage nach, wie juristische Fachpersonen medizinisches Fachwissen einordnen und evaluieren.
Einen zentralen Stellenwert nimmt die Untersuchung der Wirksamkeit neuerer forensischer Therapien in Hinblick auf Rückfallprävention, Reintegration und Rehabilitation ein.
Von unserer Abteilung wurde zudem REAcT entwickelt, ein Prognoseinstrument für den Einsatz im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung.
Unsere Abteilung wird in ihren Bemühungen von verschiedenen Institutionen, darunter dem Schweizer Nationalfond (SNF), aber auch dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und dem Bundesamt für Justiz (BJ) unterstützt.
Falls Sie Interesse an einem Praktikum oder einer Masterarbeit im Bereich der forensischen Psychiatrie haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit Frau Karin Balmer auf.

  

REAcT

Beim REAcT handelt sich um ein Fremdbeurteilungsverfahren (Structured Professional Judgement), welches das Risiko für die Einschränkungen der beruflichen Aktivität und Teilhabe der Betroffenen in Folge einer Gesundheitsstörung (Krankheit oder Unfall) erfassen soll. Zielsetzung des Instruments ist eine Abschätzung der Wahrscheinlichkeit, mit der ein Proband unter bestimmten Voraussetzungen in einem bestimmten Zeitraum wieder arbeitsfähig wird oder aber arbeitsunfähig bleibt. REAcT soll es erleichtern, weitere Interventionsschritte in Bezug auf die berufliche Wiedereingliederung zu planen.